Augen-Laser-Behandlungen
Die Welt mit neuen Augen sehen
Neben den konventionellen Möglichkeiten der Sehfehlerkorrektur mit Brille oder Kontaktlinse machen heute immer mehr Menschen von einer operativen Korrektur ihrer Augen Gebrauch. Da die Kosten hierfür, je nach gewähltem Verfahren, leicht 2000 € pro Auge betragen können, ist die Laseraugenheilkunde ein typisches Anwendungsgebiet für die medipay-Patiententeilzahlung.
Wir haben hier einige allgemeine Informationen zum Thema für Sie zusammengestellt:
Fehlsichtigkeit
Als Fehlsichtigkeit werden Abweichungen vom normalen Sehen bezeichnet, die mit optischen Hilfsmitteln korrigiert werden können. Neben der am häufigsten vorkommenden Kurzsichtigkeit gibt es noch die Weit- und Stabsichtigkeit. Ausser diesen einfachen Formen der Fehlsichtigkeit liegen häufig auch Sehfehler höherer Ordnung, sog. Aberrationen vor. Ab etwa dem 45. Lebensjahr verliert das Auge zunehmend die Fähigkeit zur Naheinstellung. Man spricht dann von einer Altersweitsichtigkeit. Einfache Fehlsichtigkeiten werden als geringfügige Anomalien bewertet, höhere Fehlsichtigkeiten können, insbesondere wenn degenerative Komponenten vorliegen, auch als krankhaft bezeichnet werden.
Operative Sehkorrekturen (refraktive Chirurgie)
Viele Jahre der Entwicklung und der Einsatz modernster Computer- und Lasertechnologien haben eine Entwicklung in Gang gesetzt, die weltweit Millionen von Menschen bereits von Brille oder Kontaktlinsen befreit hat. Dennoch bleiben, wie bei jedem operativen Eingriff, strenge Regeln der Anwendung zu beachten. Auch wenn die Risiken einer Augenbehandlung heute denkbar gering sind, so ist eine individuelle Prüfung des Problems eines Patienten und eine entsprechende Lösungsanalyse unter Berücksichtigung aller Eventualitäten und Möglichkeiten notwendig. Die Methoden der Augenbehandlung sind heute nahezu perfekt, entscheidend über den Erfolg ist die Selektion der geeigneten Patienten und die Professionalität der durchführenden Einrichtung.
Geschichte der operativen Sehkorrektur
Strenggenommen sind operative Korrekturen der Kurzsichtigkeit bereits in der Frühzeit der Geschichte der Augenchirurgie zu verzeichnen. Sato, ein japanischer Augenarzt der um die Jahrhundertwende praktizierte, berichtet über Samurajkämpfer, die bereits im Mittelalter über Techniken zur, zumindest vorübergehenden, Korrektur der Kurzsichtgkeit verfügten. "Die kurzsichtigen Kämpfer legten sich Nachts zum Schlafen auf den Rücken und beschwerten die geschlossenen Augen mit schweren Sandsäckchen." Das Gewicht der Sandsäckchen sollte zu einer Abflachung der Hornhaut und damit zu einer Korrektur der Kurzsichtigkeit führen. Der geneigte, kurzsichtige "Surfer" möge selber ausprobieren ob diese Behandlung Wirkung zeigt. Satos eigener Ansatz war vielversprechender in der Wirkung, aber häufig nicht unproblematisch für das Auge. Mit dem "Satomesser", ritzte er die Hornhaut von innen mit radiären Schnitten auf. Der Effekt war verblüffend, die Hornhaut flachte tatsächlich ab. Leider führte die Behandlung in vielen Fällen zu komplizierten Hornhauttrübungen und starken Sehverlusten, so dass diese Methode nicht wirklich populär wurde.
Fjodorov, ein kongenialer russischer Augenarzt und Erfinder, setzte mit der Entwicklung der radiären Keratotomie Anfang der 70er Jahre neue Maßstäbe. Durch sternförmige Einschnitte in die Hornhautvorderfläche wurden Kurzsichtigkeiten bis zu mehr als -10,0 Dioptrien korrigiert. Die Standardisierung des Verfahrens führte zu kuriosen, damals spektakulären Entwicklungen. Fjodorov liess seine Patienten auf Fliessbändern behandeln. " Ich gliedere die Operation in 10 einzelne Handlungsschritte. Für jeden Schritt ist eine ausführende Person zuständig. Diese Person muss kein Arzt sein, Sie muss lediglich manuell geschickt sein. Der Arzt soll nur die gesamten Abläufe überwachen und steuern, wie ein Ingenieur. Wenn nun jeder Operateur seinen Handlungsschritt immer und immer wieder ausübt, so wird er eine Perfektion erlangen, die nicht zu übertreffen ist. Mit der industrialisierten Standardisierung der Eingriffe erreichen wir eine verbesserte Vorhersagbarkeit und Sicherheit der Operation." Es bedurfte der amerikanischen PERK-Studie um die mittlerweile auch in den USA sehr erfolgreiche Behandlungsmethode zurückzuwerfen. Es zeigte sich, dass die radiäre Keratotomie nur bei geringradigen Kurzsichtigkeiten bis zu -4,0 Dioptrien ausreichend vorhersagbar und sicher war. Aber auch hier gab es Effekte die zu einem Verlust von Wirkung führten.
Erst mit Hilfe des computergesteuerten Präzisionsinstrumentes Excimer Laser gewannen ab 1986 die Photorefraktive Keratektomie (PRK) und schließlich seit 1995 die Laser in situ Keratomileusis (LASIK) rasch an Popularität und die Anwendung nahm seit Beginn der neunziger Jahre nahezu exponentiell zu. Die augenärztlichen Gesellschaften haben weltweit die neuen Methoden wissenschaftlich anerkannt nachdem zahlreiche kontrollierte Studien über die Sicherheit, Vorhersagbarkeit, Stabilität und Effektivität der Laserverfahren vorgelegt wurden. Im Jahre 2001 haben sich alleine in den USA über 1 Millionen Patienten behandeln lassen. Computer und Laser waren die Schlüssel zum Erfolg.
Die Texte sind mit freundlicher Genehmigung den Internetseiten des Augenlaserzentrum Köln entnommen. Auf deren Homepage www.augenportal.de finden Sie weitere detaillierte Informationen über Verfahren, Hintergründe und Kosten.
Wir haben Ihnen hier außerdem noch einige Links zum Thema Augenheilkunde und Sehhilfen zusammengestellt:
| www.augenratgeber.de | » | Patienten-Ratgeber zum Thema |
| www.augen.de | » | Patienten-Ratgeber zum Thema |
| www.vsdar.de | » | Verband von Laser-Spezialkliniken |
| www.sehen.de | » | Kuratorium Gutes Sehen |
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